Klagelied der Hoffnung
In weite Ferne ist mein Blick gerichtet,
die Sonne senkt ihr glühend-rotes Haupt.
Dort seh’ ich, wie ein Traum vernichtet
und frag’ mich: Woran der Mensch noch glaubt.
In weite Ferne ist mein Blick gerichtet,
der Mond prangt klagend hell am Firmament.
Dann hör’ ich, wie der Wind berichtet,
– bildlich, von dies’ blutrot, trauernden Moment.
In weite Ferne ist mein Blick gerichtet,
das Licht der Sterne prasselt liebend nieder.
Hab’ in Deinem Blick doch noch ein Lächeln gesichtet
und glaub’ daran: trotz Tod kehrt uns’re Liebe wieder.
(c) Lukas J. G. Seidel, 2013